Technik und Funktion einer Magnetbohrmaschine
Stark vereinfacht kann man eine Magnetbohrmaschine als eine spezielle Handbohrmaschine bezeichnen, mit dem Vorteil auf metallischen Oberflächen festen Halt zu bieten. Mit Hilfe des starken Elektromagnetes kann die Maschine fest auf dem Werkstück fixiert werden. Ohne Ausschalten des Magnetes kann der Bohrer nun von Menschenhand nicht mehr verschoben werden. Damit sind präzise senkrechte Bohrungen abgesichert. Eine Bohrmaschine wandelt die ihm zugeführte elektrische Energie in mechanische Arbeit um. Anders gesagt, treibt der Strom den Motor an, welcher die Energie an das Getriebe weiterleitet. Dabei rotieren das Bohrfutter und der in ihm eingespannte Bohrer.
Der Vorschub erfolgt je nach Gerät automatisch oder von Menschenhand. Dabei dringt der Bohrer in das Material ein und fräst durch seinen Schliff, feine Metallspäne heraus bis zur gewünschten Bohrtiefe. Je nach Maschine und verwendetem Bohrer können einfach Bleche bis hin zu Titanlegierungen gebohrt werden. Dafür sorgt ein leistungsstarker Motor. Bei dünnen Metallen droht sich das Werkstück durch das Gewicht und den Druck der Maschine zu verbiegen. Es wird daher geraten hinter dem dünnen Metall einen massiven Eisenblock zu halten. Dieser haftet dank des starken Magnetes gleich mit und hält beispielsweise das Blech fest zusammen.
Bei dickem Metall muss der Bohrer zusätzlich gekühlt werden. Dafür gibt es spezielle Bohröle mit hohem Schmiergrad. Damit wird der Bohrer vor dem heiß laufen geschützt. Außerdem sollte der Bohrer bei tiefen Bohrungen zwischen durch mehrmals heraus gezogen werden, damit die Bohrspäne ihm nicht im Weg stehen.
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